Für diese Apfel-Kipferl brauchst du keine Füllung vorzukochen: Fein geriebener und gut ausgedrückter Apfel wird mit Butter, Mehl und Eigelb zu einem Mürbeteig verarbeitet. Nach einer Ruhezeit im Kühlschrank formst du kleine Halbmonde, backst sie hellgolden und gibst ihnen eine feine Zuckerhülle. Ein unkompliziertes Apfelgebäck für gemütliche Backnachmittage.
Rezeptdetails
- Menge: ca. 30–32 Stück auf 2 Blechen
- Aktive Zubereitung: ca. 30 Minuten
- Kühlzeit: ca. 45 Minuten
- Backzeit: 18–20 Minuten pro Blech, insgesamt ca. 36–40 Minuten bei zwei nacheinander gebackenen Blechen
- Abkühlen: ca. 15 Minuten
- Gesamtzeit: ca. 2 Stunden 10 Minuten einschließlich Kühlen und Abkühlen
- Backofen: 175 °C Ober-/Unterhitze
Zutaten
Für den Apfel-Mürbeteig
- 250 g Weizenmehl (Type 405)
- 50 g Speisestärke
- 175 g kalte Butter, gewürfelt
- 70 g Puderzucker
- 1 Päckchen Vanillezucker für den Teig
- 1 Eigelb (Größe M)
- 1 Prise Salz
- 1 kleiner roter Apfel (ca. 150 g); davon 70 g fein geriebene, kräftig ausgedrückte Apfelraspel verwenden
- Etwas Mehl zum Formen
Für die Zuckerhülle
- 60 g feiner Zucker zum Wälzen
- 1 Päckchen Vanillezucker zum Wälzen
Zubereitung
1. Apfelraspel abwiegen
Den gewaschenen Apfel entkernen und samt Schale fein raspeln. Die Raspel in ein sauberes Tuch geben und gut auspressen. Für dieses Rezept genau 70 g der ausgedrückten Raspel abwiegen. Überschüssige Raspel anderweitig verwenden.
2. Zutaten verbinden
Weizenmehl, Stärke, Puderzucker, ein Päckchen Vanillezucker und eine Prise Salz in einer Schüssel mischen. Die kalte Butter in kleinen Würfeln, das Eigelb und die abgewogenen Apfelraspel zugeben. Von Hand nur so lange kneten, bis ein einheitlicher Teig entsteht.
3. Kalt stellen
Den Teig flach drücken, einwickeln und ungefähr 45 Minuten kühlen. Falls er danach noch stark klebt und keine Form hält, die Kühlzeit verlängern.
4. Halbmonde herstellen
Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 175 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Immer nur einen Teil des Teiges aus dem Kühlschrank nehmen. Etwa 30–32 Portionen zu je rund 20 g abteilen und mit wenig Mehl zu 6–7 cm langen Strängen rollen. Zu Kipferln biegen, die Spitzen leicht abrunden und mit Abstand auf die Bleche setzen.
5. Nacheinander backen
Ein Blech nach dem anderen auf mittlerer Höhe etwa 18–20 Minuten backen. Für beide Bleche zusammen rund 36–40 Minuten einplanen. Sobald die Ränder hellgolden sind und die Oberfläche trocken aussieht, das Blech herausnehmen. Je nach Größe kann die Backzeit etwas abweichen.
6. Zuckerhülle auftragen
Die gebackenen Kipferl zunächst 5–8 Minuten auf dem Blech fest werden lassen. Inzwischen 60 g feinen Zucker und das übrige Päckchen Vanillezucker mischen. Das noch warme Gebäck behutsam darin wenden oder die Mischung darüberstreuen. Anschließend auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.
Tipps für die Apfelkipferl
Warum nur 70 g Apfelraspel?
Das Gewicht bezieht sich auf die bereits ausgepressten Raspel. Ein ganzer geriebener Apfel kann für diese Teigmenge zu viel Feuchtigkeit mitbringen. Deshalb erst ausdrücken und dann abwiegen.
So behalten die Kipferl ihre Form
Den Teig nur kurz kneten und gut kühlen. Beim Formen mit kleinen Portionen arbeiten; weiche Teigstücke erneut kalt stellen. Gleichmäßig dicke Röllchen mit stumpfen Enden bräunen gleichmäßiger.
Beim Backen auf die Farbe achten
Jeder Ofen backt etwas anders. Ab etwa 18 Minuten nachsehen: Die Ränder dürfen leicht goldgelb sein, die Kipferl sollen nicht dunkel werden. Auf dem Blech stabilisieren sie sich nach dem Herausnehmen.
Servieren und aufbewahren
Das frische Obst macht die Apfel-Kipferl weicher als trockenes Mürbeteiggebäck. Sie schmecken am besten frisch oder am Folgetag. Erst vollständig ausgekühlt in eine gut schließende Dose geben, kühl lagern und bald aufessen.




