Reibekuchen selber machen – Kartoffelpuffer nach Omas Art

Knusprige Kartoffelpuffer mit goldbraunen Rändern, Quarkdip und frischem Schnittlauch.

Wenn Kartoffelpuffer frisch aus der Pfanne kommen, sind die Ränder besonders kross und die Mitte bleibt weich. Für diese Familienportion werden die Kartoffeln gewogen statt nach Stückzahl bemessen. So passen Eier und Mehl auch dann, wenn die Kartoffeln unterschiedlich groß ausfallen.

Rezeptdetails

  • 6 Portionen, ca. 24–30 Reibekuchen
  • Vorbereitung: ca. 25 Minuten
  • Bratzeit: ca. 45–60 Minuten mit einer großen Pfanne; ca. 25–35 Minuten mit zwei Pfannen
  • Gesamtzeit: ca. 70–85 Minuten mit einer Pfanne
  • Pro Stück: ca. 3–4 Minuten je Seite

Zutaten für 6 Portionen

  • 2 kg Kartoffeln, ungeschält gewogen (vorwiegend festkochend oder mehligkochend)
  • 3 mittelgroße Zwiebeln
  • 2 Eier, Größe M
  • 80–100 g Weizenmehl Type 405, nach Bedarf
  • 2 TL Salz, nach Geschmack
  • ½ TL schwarzer Pfeffer
  • ca. 300–500 ml neutrales Öl zum portionsweisen Ausbacken (nicht alles wird aufgenommen)

Optional zum Servieren

  • Apfelmus nach Wunsch
  • Kräuterquark oder Schmand nach Wunsch
  • Schnittlauch nach Wunsch

Zubereitung

  1. Die geschälten Kartoffeln auf der feinen oder mittelfeinen Reibe raspeln. Die Zwiebeln ebenfalls schälen und fein zerkleinern. Für eine faserige Oberfläche bleiben die Kartoffelraspel erkennbar.
  2. Die geriebenen Kartoffeln in mehreren Portionen in ein Tuch geben und überschüssigen Saft ausdrücken. Den Saft kurz auffangen: Nach dem Absetzen das Wasser abgießen und die weiße Stärke vom Schüsselboden zurück zu den Kartoffeln geben.
  3. Eier und Zwiebeln unter die Raspel arbeiten. Mit 80 g Mehl beginnen und nur bei Bedarf mehr zugeben, insgesamt etwa 80–100 g. Salz und Pfeffer einarbeiten. Der Teig soll sich löffelweise abnehmen lassen und nicht in einer Wasserlache liegen.
  4. Eine große Pfanne mit ungefähr 0,5 cm Öl füllen und erhitzen. Zur Probe wenig Teig hineingeben: Er soll direkt brutzeln. Rauchendes Öl ist zu heiß.
  5. Aus jeweils rund 2 gehäuften Esslöffeln Teig flache Puffer formen: etwa 8–10 cm breit und maximal 0,5–0,8 cm dick. Nur 3–4 Stück auf einmal braten, damit genügend Platz bleibt.
  6. Die Puffer auf jeder Seite ungefähr 3–4 Minuten ausbacken. Die Hitze so regeln, dass sie goldbraun werden und innen durchgaren. Vor dem Wenden warten, bis sich eine zusammenhängende Kruste gebildet hat.
  7. Fertige Kartoffelpuffer kurz auf Küchenpapier legen. Restlichen Teig ohne lange Pause verarbeiten, zwischendurch umrühren und gegebenenfalls Öl ergänzen. Heiß mit Apfelmus oder einem Quarkdip servieren.

Die Konsistenz entscheidet

Ein Kartoffelpufferteig ist kein fester Knettteig. Er soll feucht bleiben und sich in der Pfanne flach drücken lassen. Läuft viel Wasser aus, die Raspel vor dem Mischen besser ausdrücken. Die zurückgewonnene Kartoffelstärke unterstützt die Bindung.

Bratzeit für die ganze Familie

Pro Pfanne passen meist drei bis vier Puffer. Für die komplette Menge deshalb 45–60 Minuten einplanen. Mit zwei Pfannen lässt sich die Bratzeit auf ungefähr 25–35 Minuten verkürzen. Die Stückzahl schwankt mit der Größe; gerechnet wird mit etwa vier bis fünf Puffern pro Portion.

Süß oder herzhaft servieren

Apfelmus ist die klassische süße Ergänzung. Für die herzhafte Variante passen Kräuterquark, Schmand und Schnittlauch. Zum kurzen Warmhalten die Puffer bei 100 °C Ober-/Unterhitze nebeneinander auf ein Rost legen. Unter einem Deckel würden sie durch den Dampf weich.

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